Die Ernährung von Waranen

Waran bei der Futtersuche

Die meisten Waran-Arten sind Fleischfresser. Laut heutigem Wissensstand gibt es überhaupt nur zwei Warane, die von der Masse abweichen und sich fleischlos ernähren. Dazu zählt der Panay Waran, welcher auf der Panay - Inselgruppe (daher auch der Name) lebt und sich von Früchten ernährt.

Ansonsten kann der Waran allerdings als Fleischfresser bezeichnet werden, wobei sämtliche Arten von Wirbeltieren gefressen werden. Jungtiere bevorzugen allerdings eher Gliederfüßer, womit unter anderem verschiedene Arten von Insekten gemeint sind.

Neben den nicht wählerischen Waranen gibt es auch noch spezielle Arten, die sich auf eine bestimmte Nahrung spezialisiert haben. Dazu zählt zum Beispiel der Dumerly Waran. Diese (vor allem in Thailand lebende) Echse frisst zwar auch verschiedene Insekten, bevorzugt allerdings das Verspeisen von Krabben. Dies liegt vor allem an der Veranlagung, Wirbeltiere nur schwer erbeuten zu können und für die Jagd von Krabben besser geeignet zu sein. Mit ihrem schmalen Schädel können sie nämlich in die kleinen Spalten eindringen, in denen sich Krabben oftmals aufhalten.

Des weiteren wurde bei diversen Waran-Arten entdeckt, dass der Verzehr von Eiern zur gewöhnlichen Nahrungsaufnahme gehört. Dies trifft vor allem auf jene Arten zu, die gute Kletterfähigkeiten haben und somit dazu in der Lage sind, sich den Nestern zu nähern.

Eher selten findet hingegen die Jagd auf Giftschlangen statt. Allerdings gibt es auch hier gewisse Ausnahmen. Dazu zählt zum Beispiel der Varanus Griseus Caspius, der giftige Sandrasselottern jagt und verspeist.

Die Ernährung der unterschiedlichen Waran-Arten kann also sehr verschieden aussehen. Wer sich dazu entschieden hat, selber Warane zu halten, sollte sich also genau informieren, welche Nahrung für die jeweilige Echse geeignet ist. Die nötigen Informationen lassen sich einerseits im Internet, andererseits aber auch in der Literatur finden.

Sollte man sich besonders unsicher sein, kann man sich natürlich auch noch einmal an den Züchter wenden.